Steinsymposium Åsgård

Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr wieder

das zweimonatige Steinsymposium für die

Studenten der Alanus Hochschule statt.

Seit 2013 ist das Symposium nicht mehr

in Olsby sondern jetzt eben auf Åsgård

beheimatet. Neben und in der

Tätigkeit der Lehre besteht zentral

diejenige des eigenen

bildhauerischen Schaffens.

Hintergründe:

Hin und wieder kommt es vor, dass ich vorsichtig gefragt werde, ob es nicht bei allem Respekt ein fürchterlicher Aufwand sei mit so hartem Stein zu arbeiten. Gerade dass

er so hart ist, pflege ich dann oft zu entgegnen, macht es gewissermaßen einfach mit ihm umzugehen. Allerdings ist dieses Paradoxon nur zu verstehen wenn man eine dialogische Arbeitsform mit dem Material vorauszusetzen gewillt ist. Hier schlummert ein gewisses Geheimnis. Wir haben es bei dem Stein zwar mit einer leblosen mineralischen Materie zutun, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht imstande wäre, einem etwas über ihre tiefere Wesenheit zu offenbaren welche sich in Jahrmillionen der Erdgeschichte begründet. Denn bei aller Leblosigkeit, die man dem Stein unterstellen mag, muss man ihm einfach zugestehen, dass er gerade den physischen Wirklichkeiten dieses Planeten etwas länger ausgesetzt war als wir Menschen das so in der

Regel sind. Diesen Vorsprung an Erfahrung muss man ihm bei einem Alter von einigen hundert Millionen Jahren einfach zugestehen. Viele andere stoffliche Substanzen sind dem Stein auf seinem Weg begegnet. Und viele von ihnen sind, so wie sie gekommen sind, auch wieder vergangen, vermodert, zerfallen oder verbrannt. Der Stein konnte sich behaupten. Er ist wie ein Bild dessen was immer bleibt durch so viele Prozesse hindurch.

Wenn ich nun möchte, kann ich als Bildhauer, als gestaltender Mensch lernen, mich auf diese Erfahrungen des Steines einzulassen und „mit ihm arbeiten“. Natürlich brauche ich auf der einen Seite meine eigene Vision, meine eigene Vorstellung und Leidenschaft, die nur aus mir kommt. Aber wenn ich mit meiner Vision in einer fragen- den Geste an den Stein heran trete, entsteht tatsächlich ein Dialog. Das, was der Stein an „Erfahrung“ in dieser Welt gesammelt hat, kann ich einfließen lassen in meine vergleichsweise „jugendlichen“ Visionen und Vorhaben. Im Idealfall entsteht so ein Werk, das mehr ist als eine Form auf der einen Seite und ein Stein auf der anderen. Im besten Fall entwickelt sich da dieses „Mehr“, was man Kunst nennt.

Dieses Bild eines dialogischen Arbeitens kann zum einen Ansporn sein, in der Arbeit am Stein. Und ist, wenn es ernst gemeint sein soll, zum anderen genauso Ansporn in der Arbeit als Lehrender. Natürlich ist die Begegnung zweier Menschen etwas völlig anderes als die eines Menschen mit einem Stein. Trotzdem nehme ich als Lehrender ja doch immer die Rolle desjenigen ein, der auf einem gewissen Gebiet Erfahrung hat, die er vermitteln kann. Diese Erfahrung ist wie der Stein. Sie ist in der Vergangenheit durch gewisse Umstände nicht zu Unrecht zu dem geworden, was sie nun ist. Und

sie begegnet in der Gegenwart, in der Arbeit mit den Studierenden immer und immer wieder neuen Fragen, Visionen, Ansprüchen, Haltungen und Anforderungen. Die Aufforderung ist es auch hier wieder, einen Dialog entstehen zu lassen. Immer wieder aufs Neue. Denn so wie es in der Arbeit mit dem Stein im besten Fall nicht nur die Vision des Bildhauers ist, welche sich eines beliebigen Materiales bedient, so ist es in der Arbeit als Lehrender hoffentlich nicht nur die Erfahrung des Erfahrenen, welche sich da Bahn bricht. Das ist ein nie endender Weg. Es bedeutet eben gerade den eigenen Schatz der Erfahrungen immer neu zu betrachten, scheinbar noch so klare Zusammenhänge neu und aus einem anderen Standpunkt zu denken, um so eben diese Erfahrung in den Dienst desjenigen stellen zu können, der diese eben nicht hat und deswegen unbefangen viel mehr Fragen stellen kann.

Auf diese Weise ist es denke ich hin und wieder möglich, einen Dialog zu entwickeln, der für beide Beteiligten mehr sein kann als nur ein Austausch. Im besten Fall kann sich auch hier dieses gewisses „Mehr“ entwickeln.

 

Steinsymposium Åsgård

 

Tangen - 2013/14

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